Warum schreibe ich hier über mein Equipment? Ich  empfinde es (aus eigener Erfahrung) sehr lehrreich anderen Photographen einmal in die Kameratasche schauen zu können und mehr über ihre Motivaiton zum Kauf sowie ihre Erfahrungen kennen zu lernen. Daher, fangen wir an:

Kamera


Nikon D800

Seit Jahren träumte ich von einer FX-Kamera in meiner Fototasche. Nachdem meine fotografischen Fähigkeiten für dieses Investment bereit waren, entschied ich mich, logischer Weise, für eine Nikon D800. Eine Kamera  deren Fähigkeiten ich nicht müde werden zu loben. Zum erste Mal seit dem ich fotografiere habe ich das Gefühl Licht, Schatten und Farbe in einem Detailgrad einzufangen, welcher der Realität schon ziemlich nahe kommt.

Das einzige „Manko“, welches diese Kamera mit sich bringt begegnet jedem, der von DX auf FX umsteigt: Neue Objektive – neue Peripherie.  Die detailstarken RAW-Aufnahme betten sich gerne in neuen, schnellen & großen Speicherkarten. Nur dem mooresche Gesetz verdanke ich einen nur  moderaten Anstieg meiner monetären Aufwendungen hierfür. Die weiteren physischen und informationstechnischen Hürden können nur ein leistungsstarker Rechner mit großen und vor allem schnellen internen wie externen Festplatten überwinden. Ansonsten ist die Kamera einfach Wahnsinn. Wer sich die zwei Extra-Pfund (ca. 1.000 g) antun möchte wird mit technisch perfekten Bilder belohnt, die durch ihren Detailreichtum und ihre Farbintensität einem das Grinsen ins Gesicht zaubern (und die Schmerzen des Schleppens vergessen lassen).

Nikon D7000

Zwischen meiner D80 und meiner D800 nistete sich vorübergehend diese kleine D7000 in meiner Fototasche ein. Wesentlicher Entscheidungsgrund für mich war ihr rauschärmeren CMOS-Sensor. Ansosten kann man über diese Kamera nichts schlechtes sagen. Sie ist ein Arbeitstier und hat mich immer zuverlässig begleitet. Sie war eine rationale Entscheidung und ein logischer Zwischenschritt von meiner D80 zu einer Vollformatkamera. Leider wollte der emotionale Funke nie recht überspringen.

Eine besondere Umstellung für mich war die etwas ungewohnte AF-Steuerung, welche sich (zum Glück) durchgesetzt hat: Der Klapp-Hebel an der linken Kameraseite kann mittels gleichzeitigem Drücken und drehen der Stellräder zwischen kontinuierlichem und spot AF sowie allen möglichen Messfeldgrößen gescrolled werden. Praktisch. Bei meiner D800 musste ich mich nicht umgewöhnen. Diese Taste samt Funktionen blieb mir erhalten.

Nikon D80

Meine ersten Schritte in der digitalen SLR-Fotografie machte ich mit diesem Schmuckstück: Meine Nikon D80. Eigentlich wollte ich mir die wichtigsten fotografische Fähigkeiten an einer digitalen DSLR lernen, um bessere analoge Fotos schießen zu können. Doch sehr schnell lernte ich die Vorzüge der digitalen Fotografie kennen und blieb dabei. Meine Pentax kam anschließend nur noch sehr selten zum Einsatz, obwohl ich letztlich durch die analoge Fotografie und dem zugehörigen Postprocessing (Filme  in der Dunkelkammer entwickeln, Kontaktabzüge machen, Vergrößerungen belichten/entwickeln/trocknen/analysieren und alles wieder von Vorn) mehr für die digitale Fotografie gelernt habe als umgekehrt.

Eine Kleine Anekdote beim Kauf meiner D80: Eigentlich wollte ich ja eine Canon EOS kaufen. Doch der Verkäufer verstand sein Handwerk und zeigte mir diese Kamera. Bereits beim ersten Blick durch den Sucher wusste ich, dass diese Kamera der EOS weit überlegen war. Erst später begriff ich , dass es ausschließlich am verbauten Glasprisma-Sucher mitnahezu 98 %iger Bildabdeckung lag. Ich war natürlich etwas mehr Geld los und das Nikon-Lager hatte einen Jünger mehr :). Bereut habe ich  es nie. Allein das Auslösegeräusch ist heute noch Musik in meinen Ohren!

Überblick